Ordo Fratrum Minorum Capuccinorum

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updated 11:16 AM CEST, Aug 13, 2019

Raffaele da Sant’Elia a Pianisi (1816-1901) (N. Prot. 888)

Domenico Petruccelli nasce a Sant’Elia a Pianisi (Campobasso) il 4 dicembre 1816. Veste l’abito cappuccino il 10 novembre 1834. Dopo l’ordinazione sacerdotale, 29 marzo 1840, passa attraverso molti conventi attirando la stima e la venerazione di tutti. Chiamato il monaco santo, fu confessore e direttore spirituale ricercato. Muore a Sant’Elia a Pianisi il 6 gennaio 1901. La Causa fu aperta il 16 marzo 1950 e ripresa il 20 gennaio 2005 (nel 1958 fu sospesa). Il 15 febbraio 2008 è emesso il decreto di validità giuridica. La Positio è stata consegnata per i Consultori storici il 29 settembre 2012. Presentate le richieste puntualizzazioni, 18 novembre 2013, la Positio è stata sottoposta al Congresso Peculiare dei Teologi in data 13 febbraio 2018. Ricevuto parere favorevole, la Sessione Ordinaria del 2 aprile 2019 ha riconosciuto che il Servo di Dio ha esercitato in maniera eroica le virtù cristiana. Il 6 aprile 2019 il Santo Padre ha autorizzato la pubblicazione del Decreto super virtutibus. Venerabile. Si è in attesa di un fatto straordinario.

 

RaffaeleWährend der Ordentlichen Sitzung der Kongregation für die Heiligsprechungen vom 2. April 2019 haben die Kardinäle und Bischöfe ihre Zustimmung gegeben, dass der Diener Gottes Raffael von Sant’Elia in Pianisi (1816-1901) in heroischer Weise die theologalen Tugenden (Glaube, Hoffnung und Liebe), die Kardinaltugenden (Tapferkeit, Gerechtigkeit, Mässigkeit und Klugheit) und die seines Standes als Ordensmann (Armut, Keuschheit und Gehorsam) gelebt hat. Am 8. April 2019 hat Papst Franziskus die Kongregation für die Heiligsprechungen ermächtigt, das entsprechende Dekret super virtutibus zu veröffentlichen. Nun braucht es für seine Heiligsprechung ein ausserordentliches oder wunderbares Ereignis, das auf die Fürsprache des ehrwürdigen Dieners Gottes eingetreten ist.

Der Diener Gottes, in der Welt Domenico Petrucelli, wurde am 14. Dezember 1816 in S. Elia a Pianisi (Provinz Campobasso Diözese Benevent) in eine bescheidene, tiefchristliche Familie geboren. Domenico war das siebte von zehn Kindern, der Vater Salvatore war Landwirt, die Mutter Brigida Mastrovita, Hausfrau, war für ihre Kinder die erste Erzieherin, sie führte sie zu den Werten des Glaubens und zu denen des zivilen Lebens. Schon als Bub arbeitete Domenico auf den Feldern und hütete die wenigen Stück Vieh, die die Familie besass, dann begann er eine Lehre als Schreiner und Schmied, Schuhmacher und Schneider. Doch in seinem Herzen trug er immer den Wunsch, franziskanischer Ordensmann zu werden. Der junge Mann vertiefte seine Berufung und pflegte Kontakt mit den Kapuzinern des dortigen Klosters. Zwei von diesen Kapuzinern werden seine Begleiter auf dem Weg zum Ordensleben sein: der Guardian des Klosters, P. Dalmazio da Morcone; er wird sein Novizenmeister werden und auch sein geistlicher Begleiter, bis er zum Bischof von Bova in Kalabrien ernannt wird. Der andere Begleiter ist P. Dalmazio von Morcone, der ihn einkleiden und seine Profess entgegennehmen wird.

Während einiger Jahre widersetzte sich der Vater der religiösen Berufung seines Sohnes. Er erlaubte ihm nur das Erlernen des ABC, wobei ihm ein Kapuziner behilflich war; weiteren Unterricht in bescheidenem Ausmass erhielt er vom Pfarrer des Dorfes. Mit achtzehn Jahren erhielt Domenico die Erlaubnis des Vaters, die Familie verlassen zu dürfen. Im November 1834 trat er in Morcone ins Noviziat ein; der Provinzvikar Franz Maria von Gambatesa senior gab für ihn eine Empfehlung ab. Am 10. November zog er dann den Habit der Minderen Brüder Kapuziner an und erhielt den Namen Raphael. Nach dem Noviziatsjahr legte er am 10. November 1835 die Ordensprofess ab.

Die Studien im Hinblick auf die Priesterweihe waren eher bescheiden. Grund war die komplizierte Situation der Kapuzinerprovinz St. Angelo und seine prekäre Gesundheit. Zunächst hielt er sich im Konvent von Agnone auf, dann in denen von Trivento und Serracapriola. Zunächst unter der Anleitung von P. Gabriel von Sassinoro, dann in Bovino unter der Führung von P. Stefan von Bovino, schliesslich in Larino, wo er im Diözesanseminar einige Schulstunden besuchte. Am 29. März 1840 wurde er vom Diözesanbischof Vincenzo La Rocca im Kloster Larino zum Priester geweiht. Er vervollständigte seine siebenjährigen Studien und besuchte am Seminar von Benevent und im Kloster Torremaggiore einige Kurse, die Jesuiten gaben. Dann begann er in verschiedenen Klöstern der Provinz S. Angelo mit der Predigttätigkeit.

Mit sechsunddreissig Jahren wird er für das Noviziat in Morcone bestimmt, zunächst als Vizenovizenmeister, dann als Novizenmeister. Nach einem Jahr trat er von diesem Amt zurück, blieb aber in der Gemeinschaft, aber ohne direkte Verantwortung für die Novizen.Im Jahr 1857 wurde ihm die Seelsorge im Spital Madonna della Libera in Campobasso, ehemaliges Kloster der Celestiner, anvertraut. Hier setzte er sich für acht Jahre in der geistlichen Leitung, im liturgischen Dienst und im Beistand an den Sterbenden ein. Nach der Annexion des Königreichs der Beiden Sizilien durch das Königreich Italien musste der Diener Gottes im Dezember 1866 im Gefolge des Gesetzes über die Aufhebung der religiösen Institute seinen Posten verlassen. Er begab sich in sein Geburtsdorf, wo er die Erlaubnis erhielt, zusammen mit einem Mitbruder sich als Rektor der Kirche und als Kustos des Klosters von S. Elia niederzulassen.Vierzig Jahre lang wirkte er im priesterlichen Dienst als Beichtvater, Ratgeber und geistlicher Begleiter vieler Gläubigen.  Er pflegte weiterhin seinen Lebensstil als Ordensmann, wie er es bereits vor der Aufhebung der Klöster getan hatte. 1886 konnte er in das wiederhergestellte Kloster von Morcone zurückkehren und wurde wiederum Vizenovizenmeister. Er blieb dort als außerordentlicher geistlicher Vater und als exemplarischer Ordensmann. So war es auch nach 1892, als das Noviziat zur Kapuzinerprovinz Toskana überging. Im September 1900 wurde er als unterdessen alter und kranker Mann in das Kloster seines Dorfes versetzt, wo er die letzten Monate seines Lebens verbrachte. Er erbaute alle Gläubigen; mehrfach hatten sie darum gebeten, dass er zu ihnen komme. Er starb am 6. Januar 1901 wie ein Heiliger am Abend des Festes Epiphanie; er wurde auf dem Friedhof des Dorfes bestattet. Eine grosse Menge begleitete ihn; schon lange verehrte man ihn als „den heiligen Mönch“.

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