Ordo Fratrum Minorum Capuccinorum

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updated 4:55 PM CET, Dec 9, 2019

Projekt San Lorenzo da Brindisi

Die Zellen von Cortona, eine neue Fraternität des “Projekts San Lorenzo da Brindisi”:
Laboratorium des Gebets und des brüderlichen Lebens

Die Zellen von Cortona. Ein wunderbarer Ort, an dem Franziskus vorüberging! Zuerst 1211, dann nachdem er die Stigmata empfangen hatte. Und sehr wahrscheinlich hier hat er im Jahr 1226 jenes Schriftstück diktiert, das sein persönlichstes und innigstes ist, das “Testament”. In ihm ruft er die Erfahrung seines Bekehrungsweges bis zu jenem Moment in Erinnerung.

Für gut 500 Jahre war dieser traumhafte Ort, eingesenkt ins Grüne und von Stille umgeben, Sitz eines Kapuziner-Noviziates.

Der Stil, das Wesentliche, die Schönheit, die den Konvent umgibt, die Armut der Mittel, die gesunde und milde Luft, das Klima der Sammlung, erlauben noch heute, aus diesem Flecken Erde den idealen Ort zu machen, um ein Leben zu führen, das von Schweigen und Gebet geprägt ist.

Um den Konvent der Zellen von Cortona wieder besser und ausgiebiger zu nutzen, hat der Generalrat Bruder Pio Murat am Samstag, den 14. September, das Startzeichen gegeben für das neue Projekt brüderlichen Lebens, das sich dem anschließt was wir gemeinhin als “Projekt Europa” kennen, heute “Projekt san Lorenzo da Brindisi” genannt; dazu gehören die folgenden Fraternitäten: Clermont-Ferrand und Lourdes (in Frankreich), Kilkenny (in Irland), Spello (in Italien), León (in Spanien), Antwerpen (in Belgien).

Die Fraternität der Zellen, wie jede andere Bruderschaft des Projekts, stellt sich heute als eine internationalere Fraternität dar und wünscht, sich unserem Orden als Werkstatt oder Laboratorium des Gebetes und brüderlichen Lebens vorzustellen, nach dem Geist unserer Konstitutionen. Kein außerordentliches Leben, sondern der Wunsch verstehen zu helfen, dass jenes Leben zu uns gehört und es möglich ist, ihm wieder neu Wert zu geben, im Licht unseres Charismas, von uns selbst und der ganzen Welt. So hatte sich schon unser Generalminister Roberto ausgedrückt in seinem Brief zu Beginn des Sexenniums: “In diesem Sinn möchten wir auch die Zellen von Cortona nutzen: einer unserer franziskanischen Orte par excellence. Wir glauben, dass er wahrlich gut dem Bedürfnis vieler Brüder entspricht, an den Wurzeln unserer Spiritualität zu kosten, ein wenig zu den Quellen zurückzukehren und für mehr oder weniger lange Zeit in einem Klima der Einfachheit, des Gebetes und der Gastfreundschaft zu verweilen” (Danken wir dem Herrn!, Nr. 33)

Die neu geschaffene Bruderschaft wünscht wie alle schon aktiven, sich dem Dienst an den Brüdern des Ordens zur Verfügung zu stellen für eine Vertiefung des brüderlichen Lebens und des Gebetes, in der Einfachheit des Ortes, im Klima des Schweigens und in der Schönheit der Natur und in der Freude aufzunehmen wer immer da kommen möchte.

Außer den Brüdern der Provinz Toskana, die da heißen Luigi Ruggiero, Daniele Bertaccini, Massimiliano Tamburini und Mirko Guerri, ist die Gemeinschaft jetzt zusammengesetzt aus den Brüdern Mauro Jöhri, ehem. Generalminister, Stefan Kožuh, ehem. Generalvikar, Ivan Scicluna der Provinz Malta und aus der internationalen Gruppe in Spello kommend, sowie Mark Ezeh von der Kustodie Nigeria. Dazu gehört auch der Provinzialminister der Toskana, Br. Valerio Mauro.

Diesen unseren Brüdern wünschen wir einen guten Weg. Wir wollen sie auch bitten, uns mit ihrem Zeugnis von der Schönheit unseres Lebens zu erleuchten, um immer mehr die Flamme unseres Charismas wiederaufleben zu lassen in der Welt von heute, die von uns eine prophetischere und einschneidendere Präsenz erwartet.

Alle Brüder die wollen, können diese Fraternitäten besuchen und sich dort aufhalten, in der Absicht zu lernen, wieder Begeisterung zu finden oder das brüderliche Leben, die Fraternität, oder um der ständigen Fortbildung willen. Ja, wir wünschen, dass viele das Bedürfnis spüren, sich in einer dieser Fraternitäten aufzuhalten.

Letzte Änderung am Mittwoch, 25 September 2019 07:51