Ordo Fratrum Minorum Capuccinorum

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updated 5:13 PM CET, Nov 30, 2020

Panamerikanisches Treffen

Auf dem Weg zum Panamerikanischen Treffen wollen wir auch zu den Quellen vorstossen: Wir hören auf den Generalminister und die Generalräte, die für die Organisation des Treffens mitverantwortlich sind. Wir laden euch ein, den Text zu lesen und auch die Videos in den verschiedenen Sprachen anzusehen, um dieses Event des Ordens, das uns im nächsten Jahr erwartet, kennen zu lernen.

Br. Robert Genuin - Generalminister OFMCap - Transkription der Videobotschaft:

„Wir alle können es bezeugen: die Welt verändert sich und sie tut es mit grosser Geschwindigkeit. Wir können es an vielen Zeichen erkennen. Vor allem wird uns bewusst, dass die Menschen sich verändern, und auch das Volk Gottes ändert sich. In dieses Volk Gottes sind wir Kapuziner eingefügt. Da ist es klar, dass wir am Anfang unseres Dienstes, am Anfang des Dienstes des Ordens für die ganze Welt, diese Zeichen der Veränderung zusammentragen müssen, wenn wir nicht zurückbleiben wollen. Weil das Leben vorwärts schreitet, weil wir mit der Welt bleiben wollen, denn auch wir wollen in dieser Welt, die voranschreitet, Zeugen sein. Aus diesem Grund planen wir, alle Brüder des Panamerikanischen Kontinents zu einem Treffen zusammenzuführen. Das Ziel ist klar: Wir wollen die Wege finden, die der Herr heute den Brüdern Kapuzinern auf dem Panamerikanischen Kontinent eingibt, um auf die heutige  Situation eine adäquate Antwort zu geben und in der heutigen Welt wirken zu können. Weil wir den Menschen Gott verkünden möchten.

Mit echter Besorgnis hält Papst Franziskus fest, dass er eine Kirche will, die sich nach Aussen bewegt. Aber Kirche nach Aussen meint genau, der Welt von heute begegnen. Wenn wir unbeweglich bei den Schemen der Vergangenheit verharren, werden wir kaum viel Wirkung erzielen. Wir wollen nicht den Schemen der Vergangenheit verhaftet bleiben. In diesem Jahr geht es um das Panamerikanische Treffen aller Brüder Kapuziner. Wir setzen unser Vertrauen auf dieses Treffen, denn wir wollen unsere Geschichte noch einmal durchgehen, wir wollen die aktuellen Situationen zu Gesicht bekommen, wir wollen miteinander diejenigen Projekte entdecken, die uns von Nord bis Süd effizient in unsere Zukunft als Brüder Kapuziner Amerikas führen.“

Interview mit den Generalräten

 

Pace e bene!

Der Generalminister Br. Robert Genuin hat in seinem ersten Brief - programmatischer Brief „Danken wir Gott“ - zusammen mit seinem Rat unter anderem bekanntgegeben, dass es verschiedene internationale Treffen auf kontinentaler Ebene geben werde. Eines dieser Treffen ist nun das Panamerikanische Treffen. Auf dem Weg dorthin möchten wir uns von der Gruppe, die enger damit befasst ist, d.h. von den Generalräten, genauer informieren lassen.

Worum handelt es sich beim Panamerikanischen Treffen?

An diesem Treffen kommen 80 Brüder aus allen Ordensbezirken Amerikas zusammen: vom Süden, vom Zentrum und vom Norden. Zusammen mit dem Generalminister und seinem Rat werden diese Brüder über die Realität des Lebens der Minderen Brüder Kapuziner in Amerika nachdenken. Fragen sollen aufgeworfen werden, nachgedacht soll werden über mögliche gemeinsame Antworten und wir wollen vor allem gegenseitig aufeinander hören. Das Treffen wird unter dem Thema stehen: „Geben wir unserem Charisma in Amerika neues Leben!“.

Wer ist zu diesem Treffen eingeladen?

Der Generalminister und alle Mitglieder seines Rates, alle Provinzialminister, die Kustoden, die Verantwortlichen der Delegationen, pro Konferenz ein Laienbruder und ein Bruder für jeden Ordensbezirk mit mehr als 60 Brüdern.

Als Relatoren sind vorgesehen:

  • Kardinal Sean O’Malley, OFMCap, aus den USA (NAPCC), Bischof von Boston;
  • Br. Nestor Bernardo Molina, OFMCap, Provinz Chile (CCA), Professor für Franziskanische Spiritualität am Antonianum in Rom;
  • Br. Carlos Susin, OFMCap, Philosoph und Theolog, Brasilien (CCB).

Alle diese werden auf dem Treffen anwesend sein. Wir möchten aber, dass es allen Brüdern Amerikas möglich sein wird, auf den sozialen Netzen ihre Interventionen einzubringen und sie auch die Möglichkeit haben, sich über einen Kanal, der auf Facebook zum Panamerikanischen Treffen eingerichtet wird, direkt ins Gespräch einzugreifen.

Wie weit steht es mit der Vorbereitung, was ist bereits im Gang, was wird man nächstens an die Hand nehmen?

Wir haben für alle Brüder Amerikas ein Jahr der Vorbereitung und Sensibilisierung vorgesehen: von Oktober 2019 bis Oktober 2020. Den Anfang machte in jedem Ordensbezirk eine schöne liturgische Feier und in allen Gemeinschaften das Gebet für einen guten Ausgang des Unternehmens.

Zur Koordination und um das Treffen besser in Schwung bringen zu können, haben wir auf den sozialen Netzen verschiedene Kontaktpunkte geschaffen: eine Seite auf Facebook, Account auf Instagram, Kanal Youtube. Es wurde auch eine Seite auf Internet aufgeschaltet, die alle Informationen in den vier wichtigsten Sprachen Amerikas wiedergibt: englisch, spanisch, portugiesisch und französisch.

Es wurden auch drei Hauskapitel vorbereitet, die auf lokaler Ebene in jeder Fraternität Amerikas durchgeführt werden. Man hofft damit, die wichtigen Überlegungen, die während des Treffens vorgebracht werden, allen zugänglich zu machen,

Es wird auch ein historischer Überblick erstellt, um den Verlauf und die Bedeutung, das unser Charisma in Amerika bis heute entwickelt hat, besser kennen zu lernen. Dieser Überblick wird auf dem Treffen vorgetragen.

Was hat es mit dem Logo auf sich, das wir ausgewählt haben?

Wir haben einen Wettbewerb veranstaltet und ein Logo gewählt, das ein Kapuziner gestaltet hat. Das Logo ist auf der einen Seite sehr schlicht, auf der anderen Seite ist es reich an Bedeutung. Schauen wir einmal auf die Schrift, die das ganze Logo umgibt. Die Art der Buchstaben soll die Vergangenheit wachrufen, die wir gelebt haben, und soll bis zu den Wurzeln gehen und mit Dankbarkeit an sie erinnern. Denn sehen wir zwei Hände in der Gestalt einer Taube, die uns daran erinnern, dass wir als erstes den Leuten Gerechtigkeit und Frieden bringen sollen. Dann sehen wir die Wasserstrasse, die durch beide Amerika fliesst, den Panamakanal, Symbol der Einheit. Auf der anderen Seite repräsentiert der Reichtum der Farbenpracht die Vielfältigkeit der Kulturen Amerikas.

Schliesslich sehen wir auf der Landkarte Amerikas eine graphische Skizze; sie zeigt uns Zeichen der Kuna Indios; sie stehen für die Wurzeln der ursprünglichen Völker Amerikas.

Vielen Dank für alle Informationen! Wir wünschen euch eine gute Vorbereitung auf das Treffen. Wir hoffe, dass dieses Ereignis für die Kapuziner auf der ganzen Welt gute Früchte bringt.

Danke! Pace e bene!

 

Panamerikanisches Treffen

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Letzte Änderung am Freitag, 05 Juni 2020 15:46