Ordo Fratrum Minorum Capuccinorum

Log in
updated 1:06 PM UTC, Oct 16, 2021

Wegtreten aus dem Spiegel

Von Sonntag 8. März am Abend bis Samstag 13. März 2021 am Morgen hat die Fraternität der Generalkurie ihre jährlichen geistlichen Exerzitien durchgeführt. Sie wurden geleitet von unserem Mitbruder Giovanni Roncari, Bischof von Pitigliano-Sovana-Orbetello.

Im Zentrum der Überlegungen standen die geistlichen Werke der Barmherzigkeit. Eingeführt wurden sie durch die Biographie des Heiligen Franziskus und die Dreigefährtenlegende, wo sie eine der Schlüsselstellen des geistlichen Weges des Porverello darlegen: Von dieser Stunde an hörte er auf, sich selber anzubeten. Auf Grund seiner grossen Erfahrung im Leben der Brüdergemeinschaft und im pastoralen Dienst hat der Prediger der geistlichen Übungen für jedes „der Werke der Barmherzigkeit“ die Notwendigkeit aufleuchten lassen, dass wir aufhören, auf uns selber wie in einen Spiegel zu blicken, sondern uns von der Gnade Gottes einholen lassen und diese im eigenen Leben zum Wohl vieler Frucht bringen zu lassen. Das Stundengebet und die Feier der Eucharistie im Zentrum des Tagesablaufs gaben den täglichen Rhythmus an; sie wurde ergänzt durch die persönliche Meditation, und dies alles in einem beständigen Klima des Schweigens. Der Gegenwart des Herrn standhalten, auch durch die Anbetung vor der Monstranz: mit einem Wort, das war der Schatz, den wir in diesen Tagen der Einkehr gemeinsam gesucht haben.

Unser Kloster in Frascati, eingetaucht in das Grün des Frühlings, bildete den Rahmen, der das Gelingen der Exerzitien begünstigt hat: die Knospen auf den Ästen der Bäume als Anzeichen des Frühlings und die ersten jahreszeitlichen Blühten konnten wir symbolisch einsammeln als Vorzeichen einer neuen Blühte des Wirkens des Geistes in einem jeden der Teilnehmer. Den Abschluss bildete der Erneuerung der Gelübde, die wir in Gegenwart des Generalministers ablegten.

Besondere Aufmerksamkeit lag auf der Einhaltung der sanitarischen Massnahmen.

Wenn wir nun vom „Berg“ von Frascati hinuntersteigen, dann können wir sagen, dass es jetzt nötig ist, dass wir uns den Fakten, den Werken, zuwenden: diejenigen aufrichten, die von Zweifeln gebeugt sind, die Unwissenden zu belehren, die Sündigen zu mahnen, die Traurigen zu trösten, Beleidigungen zu vergeben, lästige Menschen geduldig zu ertragen, Gott für die Lebenden und Verstorbenen zu bitten.

Fotogallerie

Die Fotos des Archivs

Letzte Änderung am Donnerstag, 25 März 2021 09:32