Ordo Fratrum Minorum Capuccinorum

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updated 12:17 PM UTC, Jul 23, 2021

Gott mit und in der Gemeinschaft entdecken ist eine Form ständiger Weiterbildung

Die ständige Weiterbildung und die Kurse für Ausbildner sind wichtige Instrumente, mit deren Hilfe der Generalminister und sein Rat zusammen mit dem Generalsekretariat für Bildung die Brüder darauf ausrichten möchtel, dass sie sich auf die Höhe der Zeit bringen und sich bereit machen, auf die Eingebungen Gottes in unserer Zeit entsprechende Antworten zu geben. Wenn wir wie der hl. Franziskus, die hl. Klara und Papst Franziskus Zeugen sein wollen, dann müssen wir uns jeden Tag weiterbilden und auf dem Stand halten. Es braucht im voraus ein Bewusstsein unserer Wurzeln und  spirituellen Traditionen, dann können wir unsere theologischen Perspektiven in Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche und den biblischen Wissenschaften einbringen.

Im Heiligen Land wurden Kurse ständiger Fortbildung in italienischer Sprache (12.-18. Mai) und in spanischer Sprache (5. Juni - 1. Juli) durchgeführt. Kürzlich haben Brüder aus Irland, England, den Philippinen und den USA ebendort einen Kurs der ständigen Weiterbildung (18. Sept. - 14. Okt.) besucht.

Ins Heilige Land gehen ist eine Gelegenheit, sich zu erneuern und Erfahrungen der Gegenwart Gottes in Jesus Christus zu machen. Im Heiligen Land sich aufhalten ist immer auch die Erfahrung eines „Heimkehrens“ ins Haus des Glaubens; in ihm entdecken wir unsere Wurzeln von neuem.

Die Brüder erhielten die Gelegenheit, während drei Wochen unter Leitung von Fachleuten die biblischen Stätten aufzusuchen, besonders am Morgen. Am Nachmittag wurden in einem harmonischen Gleichgewicht biblische Vertiefungen, christlogische Reflexionen, Zeiten für persönliches Meditieren, Gruppenaussprachen und Gebetszeiten angeboten. Kostbare Zeit wurde auch eingesetzt, um die persönliche Lebensgeschichte und besonders die Geschichte der eigenen franziskanischen Berufung aufzuarbeiten.

Eines unserer Ziele war es, den Brüdern zu helfen, die Geschichte der Christenheit zu verstehen im Zusammenhang mit den Traditionen, die ihr im Lauf der Jahrhunderte zugewachsen sind. Biblische und archäologische Kenntnisse, theologisch gedeutet, helfen, Übertreibungen zu vermeiden, sich der historischen Gestalt Jesu zu nähern und Gott zu erfahren. Wenn ein Bruder diese heiligen Stätten besucht, kann er sich mit populären Interpretationen und mit frommen Überlegungen zufrieden geben. Bei einer wirklichen ständigen Weiterbildung hat er das Bedürfnis, in die Tiefe vorzustossen und das im Gegensatz zu einer Gesellschaft, die keinen Wert auf eine derartig nachhaltige Beschäftigung legt. Es kann sich dabei die Gelegenheit ergeben, für sich selber neue Antworten zu finden und und das Vorgefundene mit einer Welt zu verbinden, die am Suchen ist. Während der Diskussionen wurden einige brennende Probleme im Dialog und in Gespräch angegangen. Während die ersten zwei Wochen sich auf den Besuch des Heiligen Landes konzentrierten, gaben die dritte und vierte Woche Gelegenheit zu einer vertieften persönlichen Reflexion, und das dank Impulsen, die angeboten wurden, und besonderen Veranstaltungen für das persönliche Hineinwachsen. Die Brüder wurden angeregt zu stiller Meditation der Gegenwart Jesu und zu stillem Erwägen neuer Wege auf Grund der Herausforderungen, die das Leben ihnen stellt.

Woche der Versöhnung in San Giovanni Rotondo (12. -15. September 2016)

Vom 12. bis 15. September 2016 wurde in San Giovanni Rotondo  die 4. Internationale Woche der Barmherzigkeit und der Versöhnung durchgeführt. Alle Animatoren haben die Teilnehmer darauf hingewiesen, dass es sich um ein Zeit des Gebetes, der Erneuerung, der Versöhnung und der Vertiefung handelt und dass es darum geht, das unentgeltliche Geschenk der göttlichen Barmherzigkeit für unsere Welt zu begreifen. Neben der traditionellen Weise, wie diese Woche gefeiert wird, bemühte sich das Generalsekretariat für ständige Weiterbildung auf  sozio-psychologischer und theologischer Ebene frischen Wind einzubringen: Es ging um die Hemmungen, die Personen aus verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten bestimmen. In modernem Kontext, wo das Beichten auf dem Rückzug ist, brauchen wir neue Ideen und neue Modelle, wenn wir den Leuten helfen wollen, die Erfahrung der mitleidsvollen Liebe Gottes und seiner reichen, erbarmenden Gnade uns gegenüber zu machen.

Wir laden euch ein, den Blog des Sekretariats für Bildung anzuklicken und dort Vertiefendes in Erfahrung zu bringen.

Das Erbe: Kurs in der Stadt des Friedens - Assisi (9.-28. Oktober 2016)

27 englisch sprechende Brüder aus 8 Ländern haben am Kurs teilgenommen. Es ging uns dabei darum, unseren Brüdern zu helfen, ihr geistliches Wachstum in franziskanischem Stil zu fördern: Dazu muss man lernen, wirklich menschlich zu werden, in der Erneuerung der Gebetspraxis die tägliche Disziplin zu pflegen; diese wird manchmal nur oberflächlich gehandhabt.

Der Kapuzinerstil zieht an!

Für die Brüder, die zum Kurs aus verschiedenen Jurisdiktionen und Konferenzen zusammen gekommen sind, bietet sich die günstige Gelegenheit, eine Erfahrung unserer Kapuzinergemeinschaft zu machen. Wenn man die historischen Orte des Franziskus besucht und sie verbindet mit der Reflexion, dann lässt das den Geist unseres Bruders Franziskus und unserer Schwester Klara neu aufleben. Die Brüder zeigen sich von der Einfachheit und der Weisheit unseres Gründers tief beeindruckt. Nur schon Assisi für sich ist eine starke Botschaft; dazu kommen die Beiträge unserer Animatoren, die mit Erzählungen und Reflektionen die Geschichte unserer Ursprünge und deren heutige Bedeutung aufweisen. Besucht wurden Assisi und andere Orte wie Celle di Cortina, Monte Casale, La Verna, Camerino, Loretto, San Giovanni Rotondo und Rom.

Wir alle brauchen Zeiten der Erneuerung und des Schweigens! Assisi wartet auf dich!

Letzte Änderung am Donnerstag, 08 Dezember 2016 00:24