Ordo Fratrum Minorum Capuccinorum

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updated 12:38 PM CEST, May 22, 2019

Bericht über die Aktivitäten vom GPIC

Die Kapuzinerbrüder als Wächter der Umwelt in Lateinamerika und in der Karibik, Begegnung der GPIC in Santo Domingo, Dominikanische Republik, 5. - 12. Juni 2016.

„Merkwürdiges verkauft sich nicht, das Volk weiss sich zu verteidigen“. Das war der Slogan, mit dem die Kapuziner Lateinamerikas GPIC gegen die Zerstörung und die Kommerzialisierung der Umwelt protestiert haben. Im Gefolge des allarmierende Verschwindens des amazonischen Waldes und anderer Regenwälder hat das Treffen der Kapuziner in Santo Domingo beschlossen, konkrete Aktionen zur Verteidigung und zum Schutz unseres gemeinsamen Hauses in Gang zu bringen und sich einzusetzen für unsere Mutter und Schwester, für die Erde. Als Vertretung der drei Konferenzen CCA, CCB und CONCM kamen zwanzig Brüder zusammen: Aus: Venezuela, Peru, Argentinien, Mexiko, Ecuador, Guatemala, Honduras-El Salvador, Haiti, Brasilien und der Dominikanischen Republik

Angespornt durch die Zusammenkunft und durch die brüderlichen Verbindungen, auch durch die Zusammenarbeit, die sich ergeben hat, haben sich die Delegierten der GIPC dafür ausgesprochen, dass die Institutionen und das Apostolat der verschiedenen Ordensbezirke der PACC nach und  nach verstärkt und verbessert werden, dass neue Formen der Solidarität mit  den Armen und mit der Schöpfung angegangen werden. Die grosse Anzahl von Sicherheitspolizei hat uns zunächst unsicher gemacht, aber am Ende der Begegnung erwies sie sich für beide Teilnehmer als bereichernd. Der grösste Teil von ihnen waren Muslime; sie haben recht viel mitbekommen von unserem Kapuzinercharisma und auch von den Werten der GPIC. Im Übrigen haben Polizisten und Polizistinnen an verschiedenen unserer Aktivitäten teilgenommen, so beim Besuch von Armen und beim gemeinsamen Pflanzen von Bäumen. So ist unser Thema „Schrei der Erde und Schrei des Armen“ nicht nur für die Teilnehmer lebendig geworden, sondern auch für verschiedene Polizisten und Polizistinnen, die dabei waren.

„Eine andere Welt ist nötig: gemeinsam ist sie möglich“: Franziskanische Präsenz am World Social Forum in Montreal, Kanada, 9. - 14. August 2016

Zum  Beginn des World Social Forum mit dem Thema „Eine andere Welt ist nötig: gemeinsam ist sie möglich“ marschierte eine nicht überschaubare Menge von etwa 10.000 Menschen auf den Strassen von Montreal, Kanada. Die erregte Menge sang und schwenkte Fahnen und Transparente. Die Sujets reichten vom Schutz des Klimas zu den Menschenrechten und zur Solidarität mit den Immigranten. Am Marsch haben Gruppen aus aller Welt teilgenommen, auch Ureinwohner, NGOs, Basisorganisationen zum Schutz der Umwelt. Die franziskanische Delegation markierte ihre Präsenz mit vielen Maroni, die sie verteilten.

WSF wurde im Jahr 2001 in Porto Alegre in Brasilien gegründet als ein Raum, innerhalb dessen sich eine ansprechende Zahl von sozialen Bewegungen treffen konnte, Bindungen der Solidarität entstanden und gemeinsame Ideen und Strategien entwickelt wurden, die zum sozialen  Wandel beitragen sollten. Die franziskanische Delegation war anfänglich nur klein; sichtbar wurde sie durch die Teilnehmer, die aus der ganzen franziskanischen Familie kamen: OFM, OFMCap, OFMConv., OFS, Yufra, Franziskanische Schwestern, Franciscans International und Franciscans Action Network (FAN). Die vierzehn Delegationen wurden ergänzt durch Franziskaner vor Ort; darunter waren eine gute Anzahl Kapuziner. Die Delegation hat über FI drei wichtige Workshops angeboten: äusserste Armut, Ausbeutung, Handel und Menschenrechte.

Nach den Richtlinien, die sich die Franziskaner auf dem Klimagipfel Rio 20+ gegeben hatten, beschloss die Delegation in drei Kompetenzbereichen präsent zu sein: Änderung des Lebensstils (persönliches und gemeinsames Zeugnis);
ausbeutende Industrien (sie beutet in grossem Stil die natürlichen Ressourcen aus und hat negative Effekte für die arme Bevölkerung und die Umwelt); Wichtigkeit und Haltbarkeit der Nahrungsmittel für die Armen.

In Erinnerung daran, dass GPIC einenTeil unserer franziskanischen DNA ausmacht, ermuntert die Internationale Kommission GFS die auf die ganze Welt verteilten Kapuziner, mit den anderen Franziskanern gemeinsame Sache zu machen und mit Verbänden von Laien, mit Gruppen anderer Religionen und mit Gruppen und Frauen guten Willens sich zu engagieren, um die oben genannten Fragen zu klären in der Absicht, ein erhöhtes Bewusstsein zu schaffen und sich zu gemeinsamen Aktionen zusammenzutun. Schliesslich empfehlen wir Basisaktionen wie das Umweltprojekt „casa arcobalena“ in Pontianak, die medizinische Aktion der Philippinischen Kapuziner, die „Soup kitchen“ in Detroit. Unser Dank geht schliesslich an Papst Franziskus und seiner Enzyklika „Laudato si“. Hören wir auf den „Schrei des Armen und den Schrei der Erde (LS 48).